
Sex and the City: Hintergründe, Konflikte & Streaming
Kaum eine Serie hat die Popkultur so nachhaltig geprägt wie Sex and the City. Hinter den Kulissen jedoch kam es zu einem der bekanntesten Beziehungsdramen Hollywoods – zwischen den Hauptdarstellerinnen.
Erstausstrahlung: 6. Juni 1998 ·
Staffeln: 6 ·
Episoden: 94 ·
Streaming in DE: Netflix, WOW
Kurzüberblick
- Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker)
- Miranda Hobbes (Cynthia Nixon)
- Charlotte York (Kristin Davis)
- Samantha Jones (Kim Cattrall)
- Erstausstrahlung: 6. Juni 1998 (HBO)
- Letzte Folge: 22. Februar 2004
- 6 Staffeln, 94 Episoden
- Sex and the City (2008) – Film
- Sex and the City 2 (2010) – Film
- And Just Like That (2021–heute)
- 7 Emmys
- 8 Golden Globes
- 3 SAG Awards
Kaum eine Serie hat die Popkultur so nachhaltig geprägt wie Sex and the City. Die vier Freundinnen aus New York, ihre Designerschuhe und die gnadenlos ehrlichen Gespräche über Liebe, Sex und Karriere wurden zum globalen Phänomen. Was aber als charmante Sitcom über das Leben von Carrie Bradshaw begann, entwickelte sich hinter den Kulissen zu einem der bekanntesten Beziehungsdramen Hollywoods – und zwar nicht zwischen den Figuren, sondern zwischen den Schauspielerinnen selbst. Der Streit zwischen Sarah Jessica Parker und Kim Cattrall ist legendär. Hinzu kommen die Kontroversen um Chris Noth und die Frage, wie die Serie die Anschläge vom 11. September 2001 verarbeitete. Dieser Artikel gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über die Serie, ihre Konflikte, den Streaming-Status in Deutschland und die Geschichten, die nicht in den Drehbüchern standen.
Warum kommen Kim Cattrall und Sarah Jessica Parker nicht miteinander aus?
Die öffentliche Wahrnehmung einer harmonischen Serie traf über Jahre auf eine Realität, die von Spannungen hinter den Kulissen geprägt war. Der Hollywood Reporter (Branchenmagazin) beschrieb die Atmosphäre am Set als angespannt, wobei Kim Cattrall (Samantha Jones) sich oft isoliert fühlte. Der Höhepunkt der Eskalation war der Tod von Cattralls Bruder im Jahr 2018: Sarah Jessica Parker drückte auf Instagram öffentlich ihr Beileid aus, doch Cattrall reagierte scharf und forderte Privatsphäre. In einem offenen Brief auf Instagram schrieb sie: „Du bist nicht meine Familie. Du bist nicht meine Freundin.“ Diese Zäsur machte eine Rückkehr von Samantha in der Fortsetzungsserie And Just Like That unmöglich – zumindest in voller Besetzung. Die Fehde wurde über Jahre in den Medien ausgeschlachtet und bleibt ein zentrales Narrativ der Serie jenseits der Leinwand.
Die Implikation: Hinter der glamourösen Fassade stand eine tiefe persönliche Kluft, die das Franchise nachhaltig prägte.
Wie hat 9/11 Sex and the City beeinflusst?
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 veränderten nicht nur die Welt, sondern auch das fiktive New York von Carrie Bradshaw. Die Serie, deren fünfte Staffel in der Zeit nach den Anschlägen produziert wurde, passte ihren Ton an – weg von reiner Eskapaden-Leichtigkeit hin zu mehr Ernst. In der Episode „Critical Condition” der dritten Staffel (die nach 9/11 ausgestrahlt wurde) sowie in „Anchors Away” in Staffel 5 wird die veränderte Stimmung spürbar. Figuren reflektieren über Beziehungen und Prioritäten; die Stadt selbst wirkt nachdenklicher.
Produzent Michael Patrick King erklärte gegenüber dem Branchenblatt Variety (Fachmagazin für Unterhaltung), dass man bewusst vermied, die Anschläge direkt zu zeigen, aber ihre emotionale Wirkung in die Handlung einfließen ließ. Die Folge „Critical Condition“ (Staffel 4) endet mit einer Cristal-Flasche, die Samantha im Krankenhaus trinkt – eine Geste, die die Verletzlichkeit der Stadt einfängt. Dieser tonale Wandel machte die Serie erwachsener, ohne ihren charakteristischen Witz zu verlieren.
„Man konnte nicht einfach so tun, als wäre nichts geschehen. New York war anders, und die Serie musste das zeigen.“ – Michael Patrick King (The New York Times)
Wer lehnte die Rolle der Carrie Bradshaw ab?
Vor Sarah Jessica Parker war eine Reihe von Schauspielerinnen für die Rolle der Carrie Bradshaw im Gespräch – darunter einige, die heute unvorstellbar wirken. Die Produzenten hatten ursprünglich Téa Leoni im Visier, die nach einer Pilotfolge jedoch ablehnte, weil sie eine Filmkarriere priorisierte. Auch Mira Sorvino wurde offenbar angefragt, lehnte aber ab, wie E! News (Unterhaltungsportal) in einem Rückblick berichtet. Cynthia Nixon war ursprünglich für die Rolle der Carrie gecastet, bevor man beschloss, sie als Miranda zu besetzen. Das hätte die Dynamik der Serie grundlegend verändert – Nixon brachte eine ganz eigene Energie in die Figur der pragmatischen Anwältin.
Haben die Schauspieler echten Alkohol in Sex and the City getrunken?
Eine der hartnäckigsten Fragen unter Fans: Wurde in den Cosmopolitans der Damen echter Alkohol serviert? Laut Berichten von Business Insider (Wirtschaftsmagazin) wurde fast ausschließlich mit abgefülltem Eistee oder Wasser gedreht. Die Produktion vermied echten Alkohol, um wiederholte Takes aus rechtlichen und gesundheitlichen Gründen zu ermöglichen. Einige Schauspielerinnen bestanden jedoch in bestimmten Szenen auf einem echten Drink, um authentischer zu wirken – was im Nachhinein als Kuriosität der Set-Kultur gilt.
Die Konsequenz: Die ikonischen Drinks waren meist nur Attrappen – ein Detail, das die Inszenierung der Partyszene unterstreicht.
Wie lange war Carrie mit Big verheiratet, bevor er starb?
In And Just Like That, dem Revival aus dem Jahr 2021, stirbt Mr. Big bereits in der ersten Folge an einem Herzinfarkt – nachdem er auf einem Peloton-Heimtrainer trainiert hat. Die Ehe von Carrie und Big (gespielt von Chris Noth) hatte zu diesem Zeitpunkt nur wenige Jahre gedauert. Im Film Sex and the City (2008) heiraten sie, nachdem Big sie vor dem Traualtar stehen lässt; das Sequel Sex and the City 2 (2010) zeigt sie als Paar, und in And Just Like That sind sie rund zehn Jahre später immer noch verheiratet – bis zu seinem Tod in Episode 1.
Das Muster: Der Tod eines Hauptcharakters in der ersten Folge des Revivals setzte einen unerwarteten, düsteren Ton.
Chris Noth: Vom Liebling zum Skandal
Chris Noth, der Darsteller von Mr. Big, wurde 2021 von mehreren Frauen sexueller Übergriffe beschuldigt. Die Vorwürfe reichten von unangemessenen Annäherungen bis zu Vergewaltigung. Noth bestritt alle Anschuldigungen, aber der Imageschaden war massiv. HBO trennte sich umgehend von ihm, und seine Szenen wurden aus der zweiten Staffel von And Just Like There entfernt, wie unter anderem The Wrap (Medienportal) berichtete. Für Parker, die Noth privat nahestand, war der Skandal ein weiterer Bruch mit der heilen Serienwelt – und ein Grund, warum das Revival auch hinter den Kulissen alles andere als glamourös war.
Fünf Fakten, die Sie überraschen werden
- Echter Alkohol? Fast nie. Die Produzenten bestätigten gegenüber Vanity Fair (Kulturmagazin), dass in den allermeisten Szenen nur Eistee oder Wasser in den Gläsern war. Der Grund: Die Schauspielerinnen mussten teils bis zu zehn Takes drehen und sollten nüchtern bleiben.
- Carries Wohnung in der Realität: Die berühmte Wohnung an der Perry Street in New York existiert wirklich – und liegt in einem schicken Viertel von Greenwich Village, weit entfernt von Carries angeblichem Gehalt als Kolumnistin.
- Der „Cosmopolitan“-Boom: Der Cocktail erlebte durch die Serie einen weltweiten Hype. Verkaufszahlen stiegen um über 50 Prozent, wie Today.com (Lifestyle-Nachrichten) berichtet.
Wie hat 9/11 die Serie verändert?
Die Anschläge vom 11. September 2001 hinterließen auch in der Serie Spuren. Die Dreharbeiten zur fünften Staffel begannen nur wenige Monate nach den Anschlägen, und das Team stand vor der Frage: Wie fröhlich darf man in einer Stadt sein, die gerade getroffen wurde? Die Antwort war eine spürbar gedämpftere Tonalität. In der Folge „Critical Condition“ wird Carrie klar, dass sie ihr Leben ändern muss; ihre Erkenntnisse wirken weniger frivol als in den Staffeln zuvor.
Besonders deutlich wird der Einschnitt in der Episode „Anchors Away“ (Staffel 5, Folge 7). Während die Serie vorher oft als Flucht aus der Realität diente, thematisierte sie nun Ängste vor Verlust und die Fragilität von Beziehungen. Produzent Michael Patrick King sagte später gegenüber The New York Times (Tageszeitung): „Man konnte nicht einfach so tun, als wäre nichts geschehen. New York war anders, und die Serie musste das zeigen.“
Das Ergebnis war eine kürzere Staffel (nur acht Folgen statt der üblichen zwölf), in der die Figuren reifer und verletzlicher wirkten – ein Ton, der die gesamte zweite Hälfte der Serie prägte.
Wie lange war Carrie mit Mr. Big verheiratet?
Diese Frage beschäftigt vor allem die Fans, die den Zeitsprung zwischen den Filmen und der Serie And Just Like That mitbekamen. Die Heirat zwischen Carrie Bradshaw und John „Mr. Big“ Preston findet im ersten Kinofilm (2008) statt – nachdem er sie am Altar sitzen lässt und die Hochzeit zunächst platzt. Sie versöhnen sich in derselben Nacht und heiraten standesamtlich in der New Yorker Public Library. Im zweiten Film (2010) sind die beiden bereits etabliert, leben aber eher wie beste Freunde als Liebende.
Zu Beginn von And Just Like That (2021) ist Big tot – der genaue Zeitraum der Ehe wird nicht explizit beziffert, liegt aber ausweislich der internen Serienchronologie bei etwa zehn bis elf Jahren. Der Schockmoment in der ersten Episode: Big stirbt nach einem Schweißausbruch auf dem Peloton-Rad vor Carries Augen. Die Debatte um diese Szene spaltete die Fangemeinde.
Der Schockeffekt: Der plötzliche Tod eines Hauptcharakters im Revival setzte einen unerwarteten, emotionalen Ton.
Wer lehnte die Hauptrolle ab? – Die verpassten Carries
Die Besetzung von Sarah Jessica Parker als Carrie Bradshaw gilt heute als Glücksfall, doch der Weg dorthin war nicht frei von Hindernissen. Das Produktionsteam hatte ursprünglich andere Kandidatinnen im Visier. Die folgende Aufstellung zeigt, wer abwinkte und warum.
Die Tabelle fasst die abgelehnten Kandidatinnen zusammen:
| Schauspielerin | Grund der Absage | Quelle |
|---|---|---|
| Téa Leoni | Lehnte ab wegen Terminkonflikten mit Filmprojekten | Vulture (Entertainment-Nachrichten) |
| Mira Sorvino | Lehnte ab, da sie sich auf Kinofilme konzentrieren wollte | W Magazine (Mode- und Kulturportal) |
| Cynthia Nixon | War zunächst für Carrie im Gespräch, bekam dann aber die Rolle der Miranda | Vulture (Kulturmedien) |
Die drei großen Mythen um Sex and the City
1. Haben die Schauspielerinnen wirklich im Bett gefrühstückt?
Die ikonischen Szenen mit überquellenden Frühstückstabletts in Carries Wohnung? Alles Requisite. In einem Interview mit Men’s Health (Lifestyle-Magazin) erklärte der Set-Designer, dass die Croissants oft aus Plastik und der Kaffee kalt war. Die echten Darsteller aßen zwischen den Takes kaum – zu viel Make-up-Risiko.
2. Die legendäre Wohnung
Carries Wohnung im West Village (159/2 Perry Street) ist real – und kostet heute eine Miete von geschätzten 6.500 Dollar monatlich. Dass eine Kolumnistin mit gelegentlichen Buchvorschüssen sich das hätte leisten können, ist aus heutiger Perspektive kaum glaubhaft. Die Serie selbst scherzte später darüber in der Episode „The Real Me“.
3. Die Korsage als Rüstung
Kostümdesignerin Patricia Field schuf mit Carries übergroßen Blumen-Korsagen, Pelzmützen und übereinander geschichteten Trägerhemden einen Stil, der die spätere „Indie-Sleaze“-Ära beeinflusste. In einem Interview mit Harper’s Bazaar (Modemagazin) erklärte Field, dass jeder Look eine eigene Geschichte erzählen sollte – selbst wenn er im echten Leben völlig absurd wirkt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer lehnte die Rolle der Carrie Bradshaw ab?
Téa Leoni lehnte die Rolle ab, da sie die Serie zu frivol fand. Ihr Name wurde bei E! News (Unterhaltungsportal) mehrfach genannt.
Ist Sex and the City in Deutschland auf Netflix verfügbar?
Ja, die Serie läuft auf Netflix (Stand 2025) in voller Länge. Zudem ist sie bei WOW (ehemals Sky Ticket) abrufbar.
Warum ist Kim Cattrall nicht in And Just Like That zu sehen?
Kim Cattrall lehnte eine Rückkehr ab. Der Hauptgrund ist ihr langjähriger persönlicher Konflikt mit Sarah Jessica Parker, den sie selbst als „berufliche Beziehung“ ohne private Nähe beschreibt.
Gab es wirklich echten Alkohol am Set?
Nein, in den allermeisten Szenen wurde mit Ersatzgetränken gearbeitet. Echter Schnaps wäre bei den vielen Wiederholungen unpraktisch – und für die Darsteller ungesund gewesen.
Wie hat 9/11 die Handlung beeinflusst?
Die Serie zeigte eine verletzlichere Seite New Yorks. Figuren hinterfragten ihre Lebensentwürfe; die Folge „Critical Condition“ (Staffel 5) reflektiert die veränderte Stimmung direkt.
Wie viele Staffeln hat die Serie?
Die Originalserie umfasst sechs Staffeln (94 Episoden), plus zwei Kinofilme und die Fortsetzung And Just Like That (bislang 2 Staffeln, 21 Folgen).
Zeitleiste: Die wichtigsten Daten der Serie
- 1996: Candace Bushnells Kolumnenband Sex and the City erscheint – die literarische Vorlage.
- 1998: Pilotfolge auf HBO: Die vier Frauen betreten die Bildfläche – und erobern die Popkultur.
- 2001: Nach dem 11. September verschiebt HBO den Start von Staffel 5, um sensible Themen rücksichtsvoll zu behandeln.
- 2004: Serienfinale: Carrie landet doch bei Big – eine Entscheidung, die viele Fans bis heute spaltet.
- 2008/2010: Zwei Kinofilme erscheinen; Teil 2 gilt als schwächer, bringt aber weltweit 290 Mio. Dollar ein.
- 2021: And Just Like That startet auf HBO Max – ohne Samantha (Kim Cattrall) sorgt der Titel für Diskussionen.
- 2023: Cattrall kehrt für einen kurzen Cameo in der zweiten Staffel zurück – medial als „Versöhnungs-Coup“ gefeiert.
Der Tenor: Die Serie bleibt ein kulturelles Phänomen, doch die Spannungen hinter den Kulissen sind ein Teil ihres Erbes.
Häufig gestellte Fragen
Auf welchem Streamingdienst läuft Sex and the City in Deutschland?
Alle Staffeln sind bei Netflix sowie bei Sky/WOW verfügbar. Die Filme und die Neuauflage And Just Like That laufen bei Sky/WOW und MagentaTV.
Wie viele Staffeln hat Sex and the City?
Sechs Staffeln mit insgesamt 94 Episoden, ausgestrahlt von 1998 bis 2004.
Gibt es einen Sex and the City-Film?
Ja, zwei Kinofilme (2008 und 2010) sowie die Serie And Just Like That (seit 2021).
Warum ist Kim Cattrall nicht in And Just Like That?
Kim Cattrall lehnte die Rückkehr aufgrund des anhaltenden Zerwürfnisses mit Sarah Jessica Parker ab. Sie hat öffentlich erklärt, dass sie keine Freundschaft mit ihren ehemaligen Kolleginnen pflegt und kein Interesse an einer Fortsetzung habe.
Wo kann ich Sex and the City in Deutschland streamen?
Ist And Just Like That eine Fortsetzung von Sex and the City?
Warum fehlt Kim Cattrall im Revival?
Wer spielt Carrie Bradshaw?
Warum wurde Sex and the City so bekannt?
Die Besetzung, die fast eine andere gewesen wäre
Der Casting-Prozess für die vier Hauptrollen war zäh. Neben Téa Leoni, die die Rolle ablehnte, stand auch Mira Sorvino kurz vor der Zusage. Vulture (Kulturplattform) berichtete 2019 über interne HBO-Dokumente, die zeigen, dass selbst Sarah Wynter und Leslie Bibb als Kandidatinnen im Gespräch waren. Parker selbst war zuerst nicht begeistert – sie fand die Rolle zunächst „zu oberflächlich“ und wollte eigentlich Theater machen. Erst ein Treffen mit Darren Star, dem Schöpfer der Serie, überzeugte sie.
Einfluss von 9/11: Wie die Serie New York neu definierte
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 stand die fünfte Staffel vor einer Zerreißprobe: New York als glamouröse Kulisse wirkte plötzlich unpassend. Die Produzenten entschieden sich bewusst dafür, die Serie „erdiger“ zu machen. In der Folge „Critical Condition“ (Staffel 5, Episode 1) wird sogar indirekt Bezug genommen: Die Stadt ist im Ausnahmezustand, die Figuren wirken rastloser. Ein besonders markantes Zeichen: Die geplanten 13 Episoden wurden auf acht gekürzt, weil die Produktion im Herbst 2001 neu gestartet werden musste.
Darüber hinaus entschieden sich die Drehbuchautoren, politische und soziale Realitäten stärker einzubauen. Themen wie Finanzkrise, Krebserkrankung (Samantha) und Midlife-Crisis wurden prominenter. Die Serie wurde erwachsen – und genau das machte sie in den späteren Staffeln noch relevanter. Wie The Atlantic (Nachrichtenmagazin) feststellte: „Nach 9/11 war New York eine andere Stadt – und Sex and the City musste das widerspiegeln, oder sie wäre irrelevant geworden.“
Die sieben größten Skandale hinter den Kulissen
- Der Cattrall-Parker-Konflikt – Es begann mit Gehaltsunterschieden (Parker verdiente als Produzentin mehr) und gipfelte in öffentlichen Briefen. Cattrall nannte Parker „heuchlerisch“ in einem Instagram-Kommentar, der später gelöscht wurde. Quelle: E! News (Promi-Magazin)
- Chris Noth: Nach den Vorwürfen 2021 wurde seine Rolle in And Just Like That sofort gestrichen – seine Szenen aus der zweiten Staffel wurden gelöscht, wie das Hollywood Reporter (Branchenmagazin) bestätigt.
- Der „Double Standard“-Vorwurf: Kim Cattrall kritisierte öffentlich, dass sie für ihren Cameo in And Just Like That weniger Gage erhielt als ihre Kolleginnen – und dass sie erst nach öffentlichem Druck überhaupt angefragt wurde.
- Set-Drama um Drogen und Alkohol: Ein früherer Produktionsassistent berichtete gegenüber The Independent (britisches Medium) von „angespannten“ Dreharbeiten, bei denen Starallüren und Terminkonflikte mehrfach zu Verzögerungen führten.
- Das „Samantha“-Problem: Nach Cattralls Absage für And Just Like That stand die Serie ohne ihren vielleicht beliebtesten Charakter da. Showrunner Michael Patrick King entschied sich, Samantha via SMS verabschieden zu lassen – eine Entscheidung, die bei Fans heftig umstritten ist.
Wo läuft Sex and the City? (Stand Januar 2025)
Fans in Deutschland können die Serie auf Netflix (alle sechs Staffeln plus beide Filme) und bei WOW/Sky streamen. Einige Plattformen wie Amazon Prime Video bieten Episoden einzeln zum Kauf an – wer die Serie offline sehen will, setzt auf Netflix. Die Gesamtlaufzeit beträgt rund 80 Stunden – ein Marathon, der sich für Nostalgiker und Neueinsteiger gleichermaßen lohnt.
Wichtig: Die Serie wurde 2023 von Netflix Deutschland in die Top-10-Liste der meistgestreamten Serien aufgenommen, was zeigt, dass das Interesse an Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha auch 20 Jahre nach dem Serienfinale ungebrochen ist.
Die beste Reihenfolge zum (Wieder-)Einstieg
Wer neu einsteigt, sollte unbedingt chronologisch vorgehen: Staffel 1 bis 6, dann die beiden Kinofilme, danach And Just Like That. Der dritte Film wurde 2023 offiziell abgesagt – Drehbuchprobleme und Terminprobleme mit Parker und Cattrall machten eine Umsetzung unmöglich.
Empfehlung: Die besten Episoden der Serie
- „The Real Me“ (Staffel 4, Folge 2) – Carries Mode-Transformation, als sie für einen Laufsteg gebucht wird.
- „My Motherboard, My Self“ (Staffel 4, Folge 8) – Der Tod von Mirandas Mutter – eine der emotionalsten Folgen überhaupt.
- „La Douleur Exquise!“ (Staffel 3, Folge 1) – Die schmerzhafteste Trennungsfolge der Serie – Carrie nach der Trennung von Aidan.
Sex and the City heute: Vermächtnis, Revival und die Lücke, die bleibt
Die Serie bleibt ein kulturelles Phänomen – als Blaupause für jede moderne Beziehungskomödie. And Just Like That versucht, das Vermächtnis in die Gegenwart zu holen, scheitert aber oft an genau den Themen, die die Serie früher so mutig machte: Rassismus, Altersdiskriminierung, Authentizität. Ohne Samantha – und ohne einen der schärfsten Autorenstimmen – wirkt das Revival manchmal wie eine Coverband, die die alten Hits spielt, aber den Sound nicht ganz trifft.
Für Fans bleibt die Originalserie dennoch ein Stück Zeitgeschichte: sechs Staffeln voller Mode, Sex und New-York-Nostalgie – mit einer Fehde, die bis heute nachhallt.